Am 3. Mai 2026 durfte die Gemeinde Romanshorn mit zwei Konfirmandinnen einen besonderen Tag erleben. Zu Beginn des Gottesdienstes teilten beide ihr persönliches Konfirmationswort mit der Gemeinde.
Dem Gottesdienst lag das Bibelwort aus Matthäus 10, 32 zugrunde:
„Wer sich nun vor den Menschen zu mir bekennt, zu dem werde auch ich mich bekennen vor meinem Vater im Himmel.“
Als ersten Gedanken führte Bezirksvorsteher Andy Schachtner aus, dass Gott Ruhe und Sicherheit schenkt – auch ihm selbst in dem Moment, als er vor der grossen Gemeinde stand. Wer dies im eigenen Leben schon erfahren durfte, wird ruhiger in dem Wissen: Gott ist dabei. Doch darin könne auch eine Gefahr lauern – die Gleichgültigkeit durch Routine. Wir wollen einen Gottesdienst nicht nur konsumieren, sondern ihn feiern, geniessen und anschliessend bewusst handeln. Es ist wie bei einem feinen Essen: Ein Koch freut sich, wenn die Gäste nicht nur essen, sondern die Speise wertschätzen und „Danke“ sagen.
Das Textwort stammt aus der Berufung der zwölf Jünger zu Beginn des Wirkens Jesu. Er rief sie mit den Worten „Folgt mir nach“ und berief sie zu Menschenfischern. Waren sie bereit dazu oder kam es ihnen zu früh vor? Jesus lehrte sie, gab ihnen Rat und beantwortete ihre Fragen. Die Jünger durften Wunder mit ihm erleben. Er vermittelte ihnen: „Ihr könnt Dinge vollbringen, von denen ihr nicht geglaubt hättet, dass sie möglich sind.“ Das schenkte ihnen Glaubenssicherheit.
Und wie ist das bei uns? Auch wir alle sind als Christen berufen. Wir wollen bei einem Auftrag nicht zur Seite weichen, sondern im Bewusstsein, dass Gott mit uns ist, einen Schritt nach vorne gehen.
Es ist faszinierend zu erleben, dass wir ein Werkzeug in Gottes Hand sein dürfen. Gott braucht dich! Was wir tun sollen? Mit einem Lächeln, Fröhlichkeit und Zuversicht durch das Leben gehen. Auch einmal bekennen: „Ich weiss nicht, wie es weitergeht, aber ich suche Hilfe im Gebet bei Gott.“ In Momenten, in denen wir uns wie Daniel in der Löwengrube fühlen, hilft das Gebet, um neue Kraft und Hilfe zu empfangen.
Auch der Jugendbeauftragte wurde zum Mitdienen aufgerufen. Er äusserte den Gedanken, wie wichtig es sei, die Jugend zu verstehen – weshalb er sich auch mit Instagram beschäftige. Erst gestern habe er dort eine Anfrage erhalten: „Möchte dir folgen“. Wie würdest du reagieren, wenn Jesus dir folgen möchte? Jesus muss keine Anfrage stellen; er ist immer dabei. Er ist der einzige Freund, der 24 Stunden am Tag, sieben Tage die Woche an unserer Seite ist. Menschlich ist das so nicht möglich.
Zum Abschluss verband der Bezirksvorsteher einen Gedanken mit dem prachtvollen Blumenschmuck: Dieser sieht von hinten genauso schön aus wie von vorne. So wollen auch wir uns nicht nur am Sonntag als Christen präsentieren, sondern auch im Alltag und im Verborgenen danach handeln.
Autor: Andrea Gerber / Fotos: Daniele Saccone / Danièlle Bösch